Abmahnung Summary AG durch Hübner Mayer Grohs wegen unerlaubter Verwendung von Fotos

Hübner Mayer GrohsUns liegt eine Abmahnung der Kanzlei Hübner Mayer Grohs vor.

In dieser zeigt die Kanzlei Hübner Mayer Grohs an, dass sie die Summary AG, gesetzlich vertreten wurde durch den Vorstandsvorsitzenden Stephan Sander, Fraunhofer Straße 2,225524 Itzehoe anwaltlich vertreten.

Die Kanzlei Hübner Mayer Grohs wirft unserer Mandantschaft vor, unerlaubt Fotos auf eBay verwendet zu haben. „Abmahnung Summary AG durch Hübner Mayer Grohs wegen unerlaubter Verwendung von Fotos“ weiterlesen

EuGH: Doppelter Lizenzschaden bei Urheberrechtsverletzung ist europarechtskonform

Bei Verletzungen von Urheberrechten wird regelmäßig ein Verletzerzuschlag erhoben. Der Zuschlag wird zum Beispiel gefordert, wenn der Name des Urhebers nicht genannt wird.

Der Europäische Gerichtshof EuGH hat entschieden, dass ein doppelter Lizenzschaden bei Urheberrechtsverletzungen (Verletzerzuschlag) europarechtskonform ist und nicht gegen EU-Richtlinie 2004/48/EG verstößt. (EuGH, Urteil vom 25.01.2017, C‑367/15, Stowarzyszenie „Oławska Telewizja Kablowa“ gegen Stowarzyszenie Filmowców Polskich „EuGH: Doppelter Lizenzschaden bei Urheberrechtsverletzung ist europarechtskonform“ weiterlesen

Fotografien aus dem Zug, Schiff oder Flugzeug

Photo: Hoesmann
Photo: Hoesmann

Die Panoramafreiheit erlaubt es dem Fotografen alles das zu Fotografieren, was von öffentlichen Wegen, Straßen oder Plätzen aus zu sehen ist. Diese Fotos dürfen allerdings nur ohne ein Hilsmittel, wie beispielsweise einer Leiter oder Ähnliches aufgenommen werden. Es ist also nicht erlaubt, die “Straßenperspektive” zu verlassen. „Fotografien aus dem Zug, Schiff oder Flugzeug“ weiterlesen

Das Recht am Bild von Sachen

fotorechtJede Person hat ein Recht am eigenen Bild. Das bedeutet, Sie dürfen als Fotograf nicht einfach eine Person auf der Straße fotografieren und dieses Bild dann veröffentlichen. Doch wie sieht es mit den “Sachen”aus, gibt es ein Recht am Bild der eigenen Sache?

Darf ich eigentlich alles fotografieren, was ich von der Straße aus sehen kann?

Die Antwort ist einfach

Alle Sachen, die ich von einer öffentlichen Straße sehe, darf ich fotografieren.
Ein Recht am Bild der eigenen Sache gibt es so nicht! Das bedeutet, ich darf beim alltäglichen Spaziergang ein besonders schönes Auto oder das Pferd des Nachbarn fotografieren.

Dennoch sollten Sie einiges beachten, wenn Sie dieses Foto später publizieren möchten,ganz besonders dann, wenn Sie diese Bilder für gewerbliche Zwecke nutzen wollen. Denn es kann durchaus sein, dass die abgebildeten Sachen durch gewerbliche Schutzrechte, wie Urheberrechte oder Designs geschützt sein können! Daher Vorsicht vor Kunstwerken, Plakten und Designobjekten. Aber auch hiervon gibt es Ausnahmen.

Beiwerk

Als Beiwerk bezeichnet man im Urheberrecht Werke, die im Hinblick auf ein Hauptwerk nur eine untergeordnete Rolle spielen. Sogenannte Beiwerke dürfen daher erlaubnisfrei wiedergegeben werden. Daher müssen Sie nicht auf jedes Werk im Hintergrund achten. Nur dann, wenn es eine zentrale Position in Ihrem Foto einnimmt, sollten Sie aufpassen.

Panoramafreiheit

Auch die Panoramafreiheit schränkt das Urheberrecht ein. Sie erlaubt es bestimmte Werke, welche bleibend aufgestellt sind, von öffentlichen Straßen, Wegen oder Plätzen aus zu fotografieren. Sie dürfen also auch das Brandenburger Tor oder den Reichstag ohne Probleme fotografieren. Dabei ist allerdings zu beachten, das dies nur ohne ein Hilfsmittel wie etwa einer Leiter, einer Drohne oder ähnliches geschehen darf. Es ist also nicht erlaubt,die “Straßenperspektive” zu verlassen.

Keine Fotos vom Privatgelände

Die Rechtslage ist allerdings eine ganz andere, wenn es für das Anfertigen einer Fotografie erforderlich ist, ein privates Grundstück zu betreten und damit das öffentliche Straßenland zu verlassen.
Denn der Eigentümer des Grundstücks hat ein sogenanntes Hausrecht, aufgrund dessen er ein Fotografierverbot verhängen kann.
Daher sollten Sie sich die Einwilligung des Eigentümers einholen, ganz besonders dann, wenn man die Fotografien später für kommerzielle Zwecke nutzen möchte.

Auch ein Urteil des Budesgerichtshofs hat hierzu entschieden, dass der Eigentümer eines Gebäudes oder Grundstücks zwar kein Recht am Bild der eigenen Sache hat, das Nutzen seines Eigentums für kommerzielle Zwecke ist allerdings sein Privileg. Dies umfasst auch das Fotografieren seines Eigentums vom Grundstück aus.

Vorsicht vor Personen

Doch auch wenn Sie von öffentlichen Wegen und Straßen fotografieren beachten Sie bitte die Persönlichkeitsrechte von Personen.
Ein Verstoß kann schon dann gegeben sein, wenn Sie ein Haus von der Straße aus fotografieren und die anschließende Veröffentlichung des Fotos die Identität oder Adresse der Bewohner offenlegt.

Auch Autos sollten Sie am Besten nur ohne erkennbares Nummernschild fotografieren, damit anschließend nicht der Halter des Fahrzeugs ermittelt werden kann.

Wenn Sie Fragen zu diesem Thema haben, helfen wir gerne weiter.

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Telefon: 030 – 956 07 177

E-Mail: office@hoesmann.eu

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Erkennbarkeit auf Fotos – Das Recht am eigenen Bild

DSCF0601Als Ausprägung des allgemeinen Persönlichkeitsrechts garantiert das Recht am eigenen Bild jedem Menschen, selbst über die Veröffentlichung von Fotos zu entscheiden, auf denen er abgebildet ist. Daher dürfen Fotos in der Regel also nur dann veröffentlicht werden, wenn die abgebildete Person in die Veröffentlichung eingewilligt hat. „Erkennbarkeit auf Fotos — Das Recht am eigenen Bild“ weiterlesen

8350 EUR Schadensersatz für unerlaubte Fotonutzung

Paragraph_3Werden Fotografien unerlaubt im Internet verwendet, stellt sich immer die Frage, wie hoch der Schadenersatzanspruch des Fotografen gegen den Verletzer ist. Für eine Berechnung der möglichen Schadenersatzansprüche kommt darauf an, zu welchen Tarifen der Fotograf üblicherweise seine Fotos vermarktet. Handelt es sich um einen Berufsfotografen, dann findet die Liste der Mittelstandsgemeinschaft Foto-Marketing (MFM-Liste) anwendung. „8350 EUR Schadensersatz für unerlaubte Fotonutzung“ weiterlesen

Schadensersatz für schlechte Fotos

fotorechtWird ein Fotograf beauftragt, dann hat der Kunde häufig konkrete Vorstellung darüber, wie die Fotos später aussehen sollen. Entsprechen dann die fertigen Fotos nicht den Wünschen des Kunden, stellt sich natürlich die Frage, ob das volle Honorar an den Fotografen zu zahlen ist. „Schadensersatz für schlechte Fotos“ weiterlesen

Personen im Hintergrund sind geschützt

kameraAuch Menschen, die zufällig neben einem Prominenten stehen und auf einem Foto abgebildet werden, haben einen Unterlassungsanspruch wegen der ungenehmigten Publikation.

So entschied BGH in seinem Urteil VI ZR 245/14, dass die Veröffentlichung eines Fotos, welches eine deutlich erkennbare zufällig neben einem Promi abgelichtete Person im Bikini zeigte, nicht durch den Anlass der Berichterstattung gerechtfertigt war. Das Foto hätte somit nicht veröffentlicht werden dürfen. „Personen im Hintergrund sind geschützt“ weiterlesen

Pixel Law scheitert mit hoher Schadensersatzforderung vor Gericht

paragraphDie Berliner Rechtsanwaltskanzlei Pixel Law, welche sich auf Abmahnungen von Fotos spezialisiert hat, ist vor dem Landgericht Berlin mit ihrer hohen Schadensersatzforderung gescheitert. In dem Verfahren, bei welchem wir den Beklagten vor Gericht vertreten haben, ist es Pixel Law nicht gelungen, die hohen Schadensersatzforderungen begründen zu können. „Pixel Law scheitert mit hoher Schadensersatzforderung vor Gericht“ weiterlesen

Videoüberwachung von Grundstücken

FotoverbotAuf dem eigenen Grundstück darf man bekanntlich tun und lassen, was man will. Dazu gehört auch das Anbringen von Überwachungskameras, die das eigene Grundstück filmen. Erfasst eine solche Überwachung jedoch das tägliche Leben anderer Leute, sprich es wird auch der Nachbar gefilmt, ist dies nicht mehr erlaubt! „Videoüberwachung von Grundstücken“ weiterlesen