Drohne und Recht – ein Praxisbericht

luftbild-foto_1Unser Praktikant Felix Winkler ist begeisterter Fotograf und interessiert sich auch für das Fotografieren mit Drohnen. Bei einem Termin mit unserem Mandanten  Jochen Eckel von www.luftbild-foto.com  hat er gefragt, ob er nicht mal bei einem Einsatz der Drohne dabei sein darf. Jochen Eckel sagte zu.

Lesen Sie hier den Bericht von Felix Winkler und erfahren Sie, warum gerade bei dem Einsatz einer Drohne unbedingt auch die rechtlichen Aspekte beachtet werden müssen.

Imagefilm für ein Hotel

Es ist Samstagmittag etwa halb eins am Grunewald. Im Auftrag eines Hoteliers machen wir Luftbildaufnahmen seines Objekts. Im Einsatz ist ein professioneller Octocopter und der erfahrene Luftbildfotograf Jochen Eckel führt die Drohne mit sicherere Hand. Schon nach wenigen Minuten im Einsatz sind wir, bzw. die Drohne, im Mittelpunkt des Interesses.

Besuch von der Polizei

Welches Interesse wir ausgelöst haben, erfahren wir, als uns der Hoteldirektor bittet „mal eben mitzukommen“. Die Polizei ist da. Sie möchten mit uns reden.

luftbild-fotoDie Polizisten begrüßen uns freundlich und die Beamten erklären uns, dass sich die Nachbarn vom Yachthafen gegenüber des Hotels gestört fühlen. Zum einen störe der Lärm der Drohne und zudem fühlen sich die Nachbarn beobachtet. Ist natürlich ein guter Grund, gleich die Polizei zu rufen.

Der Fotograf Jochen Eckel klärt die Beamten auf. „Wir drehen mit unserer Drohne einen Imagefilm für das Hotel. Das ist hier alles genehmigt und ordentlich vorbereitet.“ Der Hoteldirektor neben uns nickt bejahend alles ab. Er möchte die tolle Lage seines Hauses mitten im Grunewald, direkt an der Havel aus der Luft fotografiert und gefilmt haben. Dafür sind wir ja schließlich hier.

„Dürfen wir dann bitte mal die Genehmigungen sehen?“ fragt einer der Polizisten.

Die richtigen Genehmigungen

Hier zahlt sich dann die gute juristische Vorbereitung des Fotografen aus. Denn der Fotograf und Drohnenpilot Jochen Eckel hat sich mit Hilfe der Kanzlei Hoesmann bereits vor Wochen um eine sog. Einzelerlaubnis zum Aufstieg von unbemannten Luftfahrsystemen bei der gemeinsamen oberen Luftfahrbehörde Berlin Brandenburg bemüht. Auf einer Landkarte hat er markiert in welchem Areal er fliegen möchte und die Behörde gab ihm einen zweiwöchigen Zeitrahmen, innerhalb welchem er sich einen Tag aussuchen darf, an dem er seine Drohne starten darf.

Drei Tage vor dem gewählten Starttermin hat der Fotografen fristgerecht den Flugtower Berlin zur Benachrichtigung der Flugverkehrskontrollfreigabe über den geplanten Flug am Wochenende informiert und wird diesen ebenso wieder informieren, wenn der Flug beendet ist.

Die selbstverständliche Haftpflichtversicherung wird natürlich auch den Polizisten zur Pürfung übergeben.

Fachkenntnisse der Polizei

Als den Beamten die Papiere präsentiert werden, scheinen diese gar nicht so genau zu wissen, welche Papiere jetzt eigentlich notwendig sind und was sie prüfen sollen. Auch hier kann der Fotograf aufklären und beschreibt Ihnen den Aufwand, den er für die Genehmigungen betrieben hat.

Ebenso erklärt Jochen Eckel, welche Aufnahmen er macht und warum die Sorgen des Yachthafens unbegründet sind. Durch einen kurzen Blick auf die Aufnahmen überzeugen sich die Polizisten davon, dass hier in der Tat keine Rechte des Yachthafens verletzt werden. Auch hinsichtlich des Lärms sehen die Polizisten keine Probleme, jeder LKW ist wesentlich lauter und daher ist dies auch Grund zur Sorge. Sie verabschieden sich mit einem Lächeln, als sie wieder gehen.

Happy Landing dank Genehmigungen

luftbild-foto_2„Wir werden dann jetzt nochmal fliegen“ beschließt der Pilot. Schließlich haben wir einen Auftrag bekommen. Auch dem Hoteldirektor ist es egal, ob er es sich dadurch mit den Nachbarn verscherzt „Die sind oft genug viel zu laut. Das interessiert die auch nicht, wenn wir uns beschweren“ scherzt er und verspürt ein bisschen Genugtuung, wie sein Grinsen verrät.

Fazit

Die Vorbehalte gegen den Einsatz von Fotodrohnen wachsen. Daher ist es für professionelle Drohnennpiloten unerlässlich, sich mit Fragen von Versicherungen und Genehmigungen auseinanderzusetzen. Mit den richtigen Genehmigungen können Sie sich auf das konzentrieren, was wirklich für sie wichtig ist: Gute Fotos

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